MuBW 5 / 002+008 Tutorial: Mega Magnus umbau auf Elite Darts, Sniper Green Mamba

Dieses Thema im Forum "Wettbewerbe" wurde erstellt von Mazna, 16. April 2014.

  1. Mazna

    Mazna Super-Moderator

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  3. 1. Platz beim 5. Mal- und Bastelwettbewerb:
    SirScorp und heckenschütze


    Nerf Mega Magnus
    Umbau zum zerlegbaren Scharfschützenblaster
    Green Mamba



    Vorher:


    Vorher.JPG


    Nachher:


    Green Mamba 01.JPG



    Mit der Mega Magnus Pistole ist NERF ein interessanter Blaster gelungen, der die neuen Megadarts verschießt. Diese sind aber recht teuer und erfüllten die Hoffnung auf größere Genauigkeit nicht. Insofern ist ein Umbau auf Elitedarts naheliegend. Der große Plunger bietet vermutlich deutliche Leistungsreserven. Die ersten Modder haben die Mega Magnus bereits auf Betrieb mit Elitedarts umgerüstet und Magazineinschübe gebaut.

    Mit unserer Mega Magnus soll folgendes geschehen:

    1. Vorbereitung
    2. Umbau auf Elitedarts/ AR-Entfernung/ Rebarelling
    3. Internes Elitedartmagazin
    4. Detachable Stock
    5. Laufverlängerung
    6. Optik aufhübschen
    7. Anbauten
    8. Lackierung
    9. Transport
    10. Name



    1. Vorarbeiten

    Ein Schraubenplan leistet gute Dienste beim sicheren Aufbewahren. Die Mega Magnus hat allein vier verschiedene Schraubensorten. Wenn mehr Zeit zwischen Demontage und Endmontage liegt, hat man schnell vergessen, welche Schrauben wo saßen.
    Vorne am Korn hat man beim Öffnen in der Regel mit etwas Widerstand zu kämpfen. Das liegt an der Verklebung der Mündungseinheit, in die der Darttooth eingebaut ist. Vermutlich hilft diese Klebestelle, die Mündungseinheit gut im Gehäuse zu fixieren. Das ist wichtig, damit der Darttooth voll öffnet. Bei der Endmontage muss die Mündungseinheit wieder gut fest sitzen. Eventuell nachkleben.


    Internals.jpg Den Anhang Schraubenplan.jpg betrachten



    2. Umbau auf Elitedarts/ AR-Entfernung/ Rebarreling

    Zunächst die Originaldartaufnahme vorsichtig wegsägen, dabei oben einen Steg erhalten, der mit dem Pistolenschlitten verbunden ist.


    Rebarreling1.jpg


    Da der größte Teil der Abschussröhre entfernt ist, hat man leichter Zugang zum AR. Nun den Dartpeg möglichst tief wegkneifen und dann sehr geduldig und vorsichtig den AR durchbohren. Der Plunger der Mega Magnus ist geschlossen. Man kann also nicht – wie gewohnt – von hinten durch die Plunger Tube bohren. Unbedingt darauf achten, dass keine Bohrspäne in die Plunger Tube gerät. Am besten zwischendurch einen Staubsauger anhalten und regelmäßig Späne absaugen. In die Plunger Tube geratende Späne könnten später den O-Ring beschädigen.
    Nach dem Ausbohren muss die Plungereinheit gut ausgewaschen und gründlich auf Plastikreste kontrolliert werden. Wenn man alles rausgebohrt, gefräst und versäubert hat, sieht das Ganze so aus:


    Rebarreling2.jpg


    Nun die Plungereinheit ohne Feder zwischendurch im Gehäuse montieren, um den Sitz zu prüfen. Eventuell muss an der Aussparung für den 6er-Clip nachgearbeitet werden.

    Rebarreling3.jpg


    Nun 19/32“ Messing so zuschneiden, dass der eingeschobene Messinglauf etwa 2 cm über die Nase übersteht. Steht er zu weit über, können die Darts später nicht geladen und gechambert werden. Das Magazin muss auf seiner vollen Länge frei bleiben.
    Vorne das Rohr im 45 Grad Winkel schneiden und gut entgraten, sowie die Ränder von innen ausschleifen, um die Dartaufnahme zu erleichtern.


    Rebarreling4.jpg


    Auch hier zum Testen das Messingrohr provisorisch mit Klebeband am Steg der Plungereinheit festkleben und die Passgenauigkeit im Gehäuse überprüfen, ggf. nacharbeiten.


    Goldene Bastlerregel:
    Wegsägen kann man immer – hinzufügen geht schlecht;)


    Wenn alles passt, kann das Messingrohr in der Plungereinheit mit 2-Komponenten-Kleber (hier: UHU Endfest) verklebt werden.


    Rebarreling5.jpg


    Gut aushärten lassen. Hier wurde die Einheit bei 40 Grad einige Zeit im Backofen gelagert, um den Stabilitätsgrad noch zu erhöhen (siehe Anleitung UHU Endfest). Hierbei ist Vorsicht geboten! Unbedingt notwendig ist es auch nicht!
    Der im grauen Rohr nun übriggebliebene Platz muss luftdicht aufgefüllt werden. Ich habe am Boden des Rohres zunächst 2-K-Kleber verwendet und den restlichen Platz mit Heißkleber aufgefüllt. Hier soll kein Luftdruck mehr entweichen können.
    Als nächstes wird ein 7 cm langer Einsatz aus 9/16“ Messing geschnitten, der den Dart aufnehmen soll. Mit dem Rohrschneider vorsichtig mehrere Verengungen ins Rohr drehen, damit der Dart ausreichend fest sitzt. Ich habe diesen Einsatz nur eingeschoben, weil er schon so gut fest sitzt. Natürlich kann dieser auch mit Epoxidkleber – nach Testung – eingeklebt werden.

    Rebarreling6.jpg


    Blick von vorne:


    Rebarreling7.jpg



    3. Internes Elitedartmagazin

    Das Magazin wird oberhalb des Falzes durchgesägt. Der untere Teil der Feder muss abgekniffen werden, sonst ist der Druck im kürzeren Gehäuse zu hoch.

    Elitedartklipp1.jpg

    Elitedartklipp2.jpg


    Gekürzte Feder im Dartzubringer mit Heißkleber fixieren. Ein kleines Loch als Aufnahme für das untere Ende bohren und Federdraht einkleben.


    Elitedartklipp3.jpg


    Da nach dem Kürzen des Magazins die Verschraubungen unten fehlen, empfiehlt sich eine Verklebung der Gehäusehälften.


    Elitedartklipp4.jpg


    Nun das Magazin ins Gehäuse einsetzen. Ich entschied mich für eine reversible Montage (für den Fall weiterer Umbauten). Das Magazin justiert sich im Gehäuse fast von selbst. Ein bis zwei Punkte Heißkleber reichen aus. Selbstklebende Möbelgleiter aus Schaumstoff helfen, das Magazin im Gehäuse mittig auszurichten. Zwischendurch den Sitz im geschlossenem Gehäuse überprüfen und eventuell nacharbeiten (z.B. durch Trimmen der Möbelgleiter).

    Elitedartklipp5.jpg


    Hier sieht man den Sitz des Klipps im Gehäuse. Außerdem folgt hier ein letzter Kniff, um die Dartführung zu verbessern: Ein Stück Blech (z.B. vom Schnellhefter) zuschneiden und mit Epoxid auf die neue Röhre aufkleben. Die Führungsnase lässt sich im Fall eines Jams wegbiegen, bzw. verbiegt anstatt zu brechen und kann im Falle der Beschädigung stets nachgeklebt werden.
    Achtung: Diese Clipversion lädt nur 3 Elitedarts. Wenn man das Zubringerstück kürzt, bekommt man mindestens einen Dart mehr geladen.



    4. Detachable Stock


    Ein zerlegbares Gewehr braucht eine ansetzbare Schulterstütze. Die Frage lautet: Wie und wo setzt man an einem Blaster, der über einen Schlitten – wie bei einer Selbstladepistole – gespannt wird, eine Aufnahme für eine Schulterstütze an? Sturmpistolenumbausätze setzten die Stütze am Pistolengriff an und lassen entsprechend Platz für die Schlittenbewegung.


    Stock1.jpg


    Die Lösung im oberen Bild hat zwei Nachteile:
    1. Sie stört die Gewehroptik.
    2. Zumindest bei der hier erdachten Aufnahme wäre eine entsprechend im Griff eingearbeitete Muffe optisch sehr störend. Man sieht bereits die Muffe oben, wo sie hinsoll. Dort empfand ich sie als deutlich weniger störend – eigentlich ein typisches Erscheinungsbild bei Nerfblastern;)


    Stock2.jpg


    Idee: Eine 25er ISO-Rohrmuffe wird am Blaster installiert. Sie dient der Aufnahme eines 25er Isorohres als Grundlage für den Stock. Hier wurde eine Reconschulterstütze verarbeitet.
    Was man mit dem Elektroinstallationsrohr zu einer schicken Schulterstütze verbindet ist für das Prinzip nicht von Belang: Hinten wird im Schlitten eine entsprechende Bohrung vorgenommen, damit dieser beim Spannvorgang über das Rohr des Stocks geschoben werden kann.


    Stock3.jpg


    Den ausgebauten Schlitten gut einspannen und mit einem Lochbohrer vorsichtig das Loch bohren, durch das später das Ansatzrohr des Stocks läuft. Mit anderem Werkzeug (Dremel etc.) die Bohrung nacharbeiten, damit nichts hakt. Dabei unbedingt auf die Schraubenlöcher achten um die Schraubenaufnahmen nicht zu beschädigen. Hier ist ausreichend Platz für eine 25er Muffe vorhanden.


    Stock4.JPG


    Das Ankleben der Muffe ist schon schwieriger, weil das Gehäuse weiterhin zerlegbar sein soll. Die Muffe nur mit einer Gehäuseseite zu verkleben ist aufgrund der Verbindung der Hälften gerade an dieser Stelle schwierig und außerdem muss die Verklebung auch einem gewissen Spielbetrieb standhalten. Da ohnehin wenig Klebefläche zur Verfügung steht, habe ich mich entschieden, die Muffe vollständig anzukleben. Dazu beide Gehäusehälften zusammensetzen. Mit einem Lochbohrer vorsichtig eine kreisförmige Vertiefung fräsen (ca. 1mm), um etwas mehr Halt für den Kleber zu gewinnen. Achtung: Den Zentrierbohrer so weit wie möglich nach hinten schieben. Man darf an dieser Stelle auf keinem Fall zu tief kommen, weil dort auch die Feder gehalten wird. Nun Muffe aufkleben und ausricgten. Bei mir funktionierte ein Plastiksekundenkleber ganz gut (Pattex Plastix für PE und PP geeignet).
    Nach der Trocknungszeit Muffe mittig auftrennen und Gehäusehälften trennen. Das Foto oben zeigt den Endzustand nach den beschriebenen Arbeitsschritten.


    Stock5.jpg


    Damit die aufgetrennte Rohrmuffe funktioniert, muss sie im montierten Zustand mit Isolierband umwickelt werden. Ein festerer Sitz kann ebenfalls durch eine Lage Isolierband um das Ende des Stockrohres erzeugt werden. So erhält man eine akzeptabel feste Verbindung für den Stock. Noch oben zu sehen: Aufgrund der Schräge hinten am Schlitten wurde die Bohrung etwas größer als notwendig. Mit montiertem Stock wurde hier mit Milliput eine Sichtblende modelliert. Man bekommt das Bohrloch noch etwas enger, wenn man beim Bohren den Winkel verändert. Aber am Ende muss genug Spiel bleiben, damit der Schlitten sicher über das Rohr des Stocks läuft.



    5. Laufverlängerung

    Beim Lauf handelt es sich um einen reinen Deko- oder Fauxlauf. Genauso wie bei originalen Nerf-Laufverlängerungen hat er nur optische Funktion. Der Dart wird nicht im Lauf geführt, sondern er durchfliegt ihn wie einen Tunnel. Ein höherer Laufdurchmesser erhöht die Sicherheit, dass der Dart nicht mit der Wandung kollidiert. Ich verwende – wie beim Stock – 25er Elektroinstallationsrohr und eine dazu passende Steckmuffe als Aufnahme an der Mündung.


    Laufverlängerung1.jpg


    Die Muffe muss nach oben versetzt aufgeklebt werden, damit das neue Dartkaliber zentriert durch den Lauf fliegt. Den hinteren Teil der Muffe einkürzen, dann aufkleben und ausrichten. Anschließend mit Milliput o.Ä. verputzen.
    Der Lauf lässt sich nun unterschiedlich – je nach Geschmack und Bastelvorrat – gestalten. Im nächsten Bild -nur grob ausgeführt- lässt sich eine weitere Muffe als Mündungsfeuerdämpfer gestalten. Wir haben uns am Ende anders entschieden (s.u.). Außerdem habe ich eine Weaverschiene von einer Spielzeugwaffe auf den Lauf geklebt. Auch die Lauflänge ist Geschmackssache. Dabei gilt: Je länger der Lauf, umso geringer die Reichweite. Den entsprechenden Kompromiss muss jeder selber finden. Eine Zieloptik rundet das Bild ab. Das LS-Scope wurde zu diesem Zeitpunkt hier nur versuchsweise draufgestellt.


    Laufverlängerung2.jpg



    6. Optik aufhübschen

    Nachdem nun alles Funktional fertig ist, haben wir uns der Optik zugewandt. Zuerst haben wir mit Hilfe von Pappe geguckt, wo wir was wie verkleiden können und wollen um den Gesamteindruck stimmiger zu gestalten.


    WiP 01.JPG



    Nachdem eine grobe Idee unsere Zustimmung gefunden hat, wurden die Detaillösungen zuerst als genaue Pappschablonen gefertigt und dann aus 1mm Plastik nachgebaut.

    WiP 02.JPG WiP 03.JPG


    Ich habe beim Befestigen mit verschiedenen Materialien experimentiert und verschieden gute Ergebnisse erzielt.
    Das Befestigen mit Milliput funktioniert sehr gut, und lässt sich sehr gut anpassen, Milliput braucht allerdings einige Zeit bis es ausgehärtet ist und hat keine allzu hohe Klebewirkung auf glatten Flächen… Ich musste die Plastikplatten nach dem Aushärten immer nochmal mit Sekundenkleber fixieren.
    Das Befestigen mit 2k-Epoxidknete funktioniert auch sehr gut. Da die Knete schneller aushärtet kommt man auch gut vorwärts, allerdings kann man sie nicht so gut mit z.B. dem feuchten Finger glatt streichen oder versäubern, sie eignet sich also eher in Bereichen, die später nicht mehr zu sehen sind. Auch die verwendete Epoxy-Knete musste nach dem Aushärten mit Sekundenkleber mit dem glatten Plastik verklebt werden.
    An Modelliermassen habe ich außerdem lufttrocknende Modelliermasse aus dem Billig-Bastelbedarf verwendet. Diese eignet sich gut um größere Hohlräume aufzufüllen, da sie sehr wenig kostet als Milliput oder Epoxidknete.In meinem Fall hat sie aber eher Tage als Stunden zum Aushärten gebraucht und hat überhaupt keine Anstalten gemacht an glatten Plastikflächen zu haften.


    WiP 04.JPG


    Ich hab die Schulterstütze dann im Endeffekt mit Heißkleber aufgefüllt, weil ich nicht so ewig warten wollte bis die nächste Ladung lufttrocknende Modelliermasse fest gewesen wäre. Dabei sei zu sagen, dass man stark darauf achten muss, wie viel Hitze man dem 1mm Plastik zumuten kann. Wenn man zu viel Heißkleber auf einmal auf das Plastik gibt, fängt dieses an sich auszudehnen und Wellen zu schlagen.

    Genau wie an der Schulterstütze wurden der Lauf und die ursprüngliche Mündung der Magnus mit Plastik verkleidet.

    WiP 05.JPG WiP 06.JPG

    Die Stoßkanten der einzelnen Plastikstücke wurden mit Milliput aufgefüllt (ich habe dabei eine Teppichmesserklinge als Spachtel verwendet) und mit dem feuchten Finger glattgestrichen.


    WiP 06 1.JPG


    An Stellen, an denen viele Kanten und Spalten aufeinander trafen habe ich Milliput mit Wasser zu einer pinselbaren Masse verdünnt und dann großzügig auf die Stellen aufgetragen. Nach dem trockenen habe ich diese Stellen mit feinem Schleifpapier von Hand geglättet und habe so Unebenheiten ausgeglichen.


    WiP 07.JPG


    Um einen Optisch ansprechenden Abschluss des Laufes zu erreichen haben wir uns entschieden, eine „Mündungsfeuerbremse“ aus einem Tectical Light der Nerf Recon zu bauen. Dazu haben wir die Technik und das Batteriefach samt Abdeckung entfernt und ein weiteres Stück 25er Iso Rohr mit passender Muffe eingeklebt, das Ganze verschraubt und die Schraubenlöcher mit Milliput aufgefüllt. Vorher haben wir allerdings die Aufnahme für die Taktische Schiene ausgebaut und für später aufgehoben. Das entsprechende Loch wurde ebenfalls mit Plastik verkleidet.


    Mündungsfeuerbremse 01.JPG
    Mündungsfeuerbremse 02.JPG
    Mündungsfeuerbremse 03.JPG


    Inzwischen sah das ganze ungefähr so aus und es wurde klar, dass ein solches gewehr ein passendes Zielfernrohr braucht.


    WiP 08.JPG



    7. Anbauten

    Wir haben uns für das Zielfernrohr der BuzzBee Rangemaster entschieden. Da dieses aber keine kompatible Aufnahmen für die taktischen Schienen der Nerf Blaster besitzt und im Original auf eine schiefe Aufnahme gesteckt wird, haben wir den Original-Verbinder kurzerhand abgeschraubt und die ausgebaute Aufnahme aus dem Tactical Light aufgeklebt. Hierbei muss vor allem darauf geachtet werden, dass der Verbinder schön in Flucht aufgeklebt wird, damit man am Ende auch in die Richtung zielt, in die man schießt.


    WiP 09.JPG


    Die Entstandenen Öffnungen am Fernrohr wurden wieder mit Plastik und Milliput verschlossen.


    WiP 10.JPG


    Jetzt wurde noch ein entsprechendes Stück taktische Schiene auf die Mündungsblende der Magnus aufgeklebt, dass ich mal von einer Recon Laufverlängerung abgeschnitten hatte und fertig waren die baulichen Veränderungen. Den taktischen Griff mit Zweibein haben wir ohne jegliche Veränderungen benutzt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Mai 2015
  4. Mazna

    Mazna Super-Moderator

    8. Lackierung

    Da der Blaster eine Art Geschenk werden soll, haben wir uns für eine eher aufwändige Lackierung entschieden.
    Zuerst haben wir alle Teile ordentlich abgeschliffen und auch alle Logos und Hinweise runtergeschliffen. Hierzu haben wir zuerst mit grobem Schleifpapier und einem Deltaschleifer alles verschliffen was wir nicht wollten (z.B. das nervige Digital-Camouflage-Muster das Nerf so gerne verwendet) und danach mit feinem Sandpapier von Hand eine schön gleichmäßige, raue Oberfläche geschaffen.
    Wichtig hierbei ist, dass man vor dem Lackieren sämtlichen Schleifstaub vom Blaster spült. Ich verwende hierfür einen Spülschwamm mit Spüli und lege die Blasterteile danach zum Trocknen über Nacht auf die Heizung.

    WiP 11.JPG WiP 12.JPG


    Wie bei vielen Blastern ist auch bei der Magnus ein Nerf-Logo in der Griffschale des Blasters, das man kaum wegschleifen kann ohne die Hälfte des Griffes zu entfernen. Deshalb haben wir das Nerf Logo und die Zierlinien hier einfach mit Milliput aufgefüllt und das ganze danach überschliffen.

    WiP 13.JPG


    Nach dem alles geschliffen, abgespühlt und getrocknet ist, kann die eigentliche Lackierung beginnen.


    Schritt 1: Haftgrundierung

    Ich benutze einen transparenten Plastik Primer von Montana. Ich bin recht zufrieden mit ihm, auch wenn ich mich schon darauf freue, wenn die auf der Messe versprochene neue Charge mit einem leichten Weißanteil in die Läden kommt. Es ist doch praktischer, wenn man sieht wo man nun schon überall Primer hat und wo noch was fehlt.



    Schritt 2: Grundierung

    Ich persönlich grundiere alle meine Blaster in schwarz oder weiß, je nachdem, ob er eine helle oder eine dunkle Grundfarbe bekommen soll. Ich bilde mir ein, dass die Farben dann deckender und satter werden… aber vor allem bekommt man direkt eine Idee wo die Reise hingeht und sieht meistens auch direkt sehr gut ob man noch irgendwo Unebenheiten übersehen hat, die noch Nacharbeit bedürfen.



    Schritt 3: Die eigentliche Lackierung

    Die bei diesem Blaster verwendete „Schlangenhaut“-Lackierung erfordert etwas mehr Arbeit als das übliche Grundieren, Abkleben, Trockenbürsten – fertig.

    Zuerst muss der Blaster in der Grundfarbe lackiert werden, die später zwischen den einzelnen Schuppen durchschimmern soll. Da viele Blaster zu viel Höhenunterschied in der Oberfläche haben um wirklich überall enganliegend mit dem Netzt bespannt zu werden, bietet es sich an keinen zu großen Kontrast zu wählen. Wir haben uns für ein dunkles Grün entschieden. Damit dieses nicht zu langweilig wird, haben wir bereits die Grundschicht aus mehreren Farbtönen zusammen „genebelt“, indem wir mit helleren Grüntönen leichte Schleier auf dem Dunkelgrün erzeugt haben. Dadurch erscheint die „Unterhaut“ später organischer.

    Außerdem wollten wir einige Teile des Blasters in schwarz belassen. Diese mussten also zuerst abgeklebt werden. Hierzu habe ich Isolierband und Zeitungspapier genommen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich Isolierband meistens am besten rückstandslos entfernen lässt ohne den darunterliegenden Lack zu beschädigen.
    ACHTUNG: Eine Farbschicht, die man abkleben will, sollte meiner Erfahrung nach mindestens über Nacht durchtrocknen und die abgeklebten Elemente sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, damit das Klebeband beim Entfernen möglichst wenig Lack mit abnimmt.

    WiP 14.JPG


    Der Vorteil von stellenweise abgeklebten Teilen ist natürlich auch, dass man diese Teile dann an eben jenen Stellen befestigen kann um rund rum zu lackieren.


    WiP 15.JPG


    Nachdem alles grundiert ist folgt das schwierigste beim Schlangenhaut Effekt. Das Beziehen mit der „Schablone“.
    Es gibt die unterschiedlichsten Dinge, die man benutzen kann um den Schuppen Effekt zu erzielen. Ich habe mich hier für eine alte Netzstrumpfhose entschieden, aber man kann auch verschiedenste Antirutschmatten verwenden oder sogar alte Spitze oder Gehäkelte Tischdeckchen, wenn man viel Muster haben will.
    Wichtig ist nur, dass man die zu lackierende Oberfläche so gut es geht mit dem jeweiligen Material bespannt und so wenig Platz wie möglich zwischen Oberfläche und Material bleibt. Denn nur wo das Material direkt auf der Oberfläche aufliegt, gibt es am Ende auch eine deutlich abgegrenzte Schuppe.


    WiP 15 1.JPG


    Um einen auffälligeren Effekt zu erreichen habe ich hier zusätzlich zu der Netzstrumpfhose mit einer Zackenschablone gearbeitet, um Schlangen typische Muster auf der Oberseite des Blasters zu erzeugen und diese in einem anderen Farbton abgesetzt.


    WiP 16.JPG


    Ich empfehle sowohl für die Farbwahl als auch für die Wahl des Materials, dass man als Schuppenschablone verwendet eine oder mehrere Testflächen zu machen. Ich habe hierzu immer wieder Arbeitsschritte an Teilen einer kleineren Nerf getestet um unschöne Überraschungen auszuschließen.


    Tipp: Da wir die Aufnahme des Zielfernrohrs verändert haben musste auch dieses nachlackiert werden. Weil diese Teile aber meistens verklebt sind und man deshalb die Plastikscheiben nicht raus nehmen kann fürs lackieren, habe ich diese mit Kreppband abgeklebt, indem ich das Fernrohr auf ein zu großes Stück kreppband gestellt habe und dann alles überflüssige Klebeband mit einem Teppichmesser an der Fernrohrkante entlang abgeschnitten habe.


    WiP 17.JPG


    Schritt 4: Klarlack

    Ich benutze inzwischen genauso wie viele anderen Forenmitglieder die 2 Schichten Variante. Zuerst eine Schicht hochglänzender Klarlack, weil dieser eine höhere Oberflächenspannung braucht um zu glänzen und somit auch mehr Schutz verspricht, danach eine zweite Schicht mit mattem Klarlack für die gewünschte Optik. Auch wenn die Schuppen in glänzend auch nicht schlecht kamen ^^

    Tipp: Es ist unbedingt darauf zu achten dass alle verwendeten Lacke zueinander kompatibel sind. Wenn man Lacke von Verschiedenen Herstellern kombiniert sollte man Vorher testen das keiner der Lacke einen anderen angreift. Aus diesem Grund versuche ich nach Möglichkeit von der Grundierung bis zum Klarlack einen Hersteller zu verwenden. Z.B Montana oder Molotow haben allumfassende Palletten an Grundierung, Acrylfarbspray und passenden Klarlacken zu vernünftigen Preisen.



    9. Transport

    Nachdem die Lackierung gut gelungen ist, braucht der Blaster natürlich einen Koffer, in dem nichts verkratzt. Wir haben uns hier für einen Alten Werkzeugkoffer entschieden, der mit seiner Größe dem Blaster entsprechend auffällig ist. Als Füllmaterial habe ich ein passendes Stück von einer alten Schaumstoffmatratze abgeschnitten und in die Kofferhälften eingepasst. Danach habe ich von allen 6 endgültigen Einzelteilen eine Papierschablone gemacht und damit die Umrisse der Einzelteile auf den Schaumstoff übertragen. Ausgeschnitten habe ich das Ganze dann mit einem Teppichmesser und einen Brotschneidemesser.


    Koffer 01.JPG


    Nachdem ich alle Teile ausgeschnitten hatte, habe ich das ganze Schaumstoffstück auf die Oberseite gelegt und die Blasterteile in die entsprechenden Aussparungen gepackt. Danach habe ich die Schaumstoffausschnitte von hinten wieder in die ausschnitte geschoben und dann auf der Rückseite bündig abgeschnitten, so dass die Blasterteile alle ordentlich bündig in ihre Aussparungen passen.


    Koffer 02.JPG


    Zum Schluss habe ich dann den Schaumstoff wieder mit Patafix verklebt und die Oberfläche in einem passenden Olivgrün lackiert, damit das Ganze auch optisch was her macht.


    Koffer 03.JPG



    10. Name

    Was natürlich jeder Blaster braucht, mit dem mehr gemacht wurde als ihn schwarz zu grundieren, ist ein Name. Bei diesem Blaster liegt es bei der Farbgebung natürlich nahe ihn nach einer grünen Schlange zu benennen. Und nach einer kurzen Googlesuche war der Name klar.

    Die grüne Mamba

    Laut Wikipedia:
    Den Namenszug habe ich dann auf transparente Decalfolie gedruckt und da angebracht, wo früher der Schriftzug „Magnus“ zu lesen war.


    WiP 18.JPG


    Das Ganze noch in groß ausgedruckt, in eine Schablone verwandelt und auf die Oberseite des Transportkoffers gesprüht.


    Koffer 04.JPG


    Fertig!
    Der Blaster muss nun nur noch Zusammengebaut werden und der Spaß kann beginnen! Wir haben um die Leistung noch mehr zu Steigern eine Tuningfeder von Blasterparts verbaut. Der Blaster schießt nun mit Laufverlängerung bei Windstillen Verhältnissen problemlos 20m durch eine Halle und schlägt mit deutlichem Geräusch auf der Gegenwand auf. Das Tuning ist allerdings so overpowerd, dass ein Einsatz ohne Schutzausrüstung nicht zu Empfehlen ist. Außerdem reagiert der Blaster sehr empfindlich auf beschädigte Darts. Diese können bei der Hohen Beschleunigung schon direkt nach Austritt aus dem Blaster in alle Himmelsrichtungen Abgelenkt werden.
     
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  5. SirScorp

    SirScorp Administrator Mitarbeiter

    Juchuuh^^

    Vielen Dank für die ganzen Stimmen! Ich freue mich riesig das unser Blaster so gut ankommt!
    Wie einige wohl inzwischen Wissen, ist dieser Blaster der "Wanderblaster" Idee entsprungen! Deshalb einen ganz besonderen Dank an Heckenschützen! Die Zusammenarbeit hat extrem gut funktioniert!
    Und natürlich auch einen dank an Hoellenhamster für das Vertrauen uns freie Hand zu lassen! Er hatte bis zur Öffnung des Paketes keinen Schimmer was er bekommt! Ich wünsche ihm ganz viel Spaß mit dem Blaster!

    Und natürlich ein Fettes Danke an die ausführenden und organisierenden Moderatoren und die Sponsoren^^
    Es macht immer wieder sehr viel Spaß!
     
  6. TheOrk

    TheOrk Auf Blasted zuhause

    Richtig hübsch das Schlangenmuster. Das ist einfach grobe Netzstrumpfhose? Ich hatte überlegt mal eines dieser Netze aufzuheben, in denen Orangen geliefert werden...?
     
  7. SirScorp

    SirScorp Administrator Mitarbeiter

    Danke^^

    Ja das ist ne normale Netzstrumpfhose aber eher "fein"... grob ist beinetztstrumpfhose fast nur noch loch...

    So nen netzt geht auch, aber:

    Strumpfhose ist ein elastischer schlauch der sich über den Blaster "zusammen zieht"... und damit ist es schon unmöglich überall anzuliegen... das wird mit so nem Netz nicht einfacher...
     
  8. TheOrk

    TheOrk Auf Blasted zuhause

    Danke ich werds für meinen Alien-Look Pango im Speedswarm Shell wohl ausprobieren :-D
     
  9. SirScorp

    SirScorp Administrator Mitarbeiter

    Hier mal noch nen paar mehr Bilder von Paintjob ^^

    Mir ist grade aufgefallen das wir ja "wenige" in der Abgabe haben sollten...

    Green Mamba 041.JPG

    Green Mamba 042.JPG

    Green Mamba 048.JPG

    Green Mamba 057.JPG

    Green Mamba 001.JPG

    Green Mamba 007.JPG
     
    Riko2F, Kadaron, NIGHTHUNTER79 und 6 anderen gefällt das.

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