Beliebte Beiträge im Forum: BuzzBee Double Shot Dart Blaster

  1. toe

    toe Neuer Benutzer

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  3. Sodele, ich war in letzter Zeit nur noch am Arbeiten und hab nur im Forum mitgelesen. Aber dieses Wochenende ht es mich wieder gepackt und ich hab gebastelt; das Ergebnis stelle ich euch gleich vor.

    Die Idee: Ich wollte eine Double Shot mit abgesägtem Lauf und Abgesägtem Kolben, ohne das ich den Spannmechanismus durch eine Zugschnur ersetzen muss. Die Flinte sollte, wie im "Originalzustand" über das Abknicken des Laufes funktionieren.
    Dazu hab ich schon ml ne Variante gemacht und einen eigenen Umlenkmechanismus gebastelt. Funktioniert, ist aber sehr sehr aufändig.

    Der Wunsch: Es muss auch einfacher gehen!

    Das Ergebnis: Es geht einfacher!

    Das Original-Innenleben:
    Doubleshot_1.JPG

    Der wichtigste Schritt war es aus dem originalen Umlenksystem die Umlenkrolle zu entfernen und im Inneren des Griffes so anzubringen, dass ich den Griff maximal kürzen konnte. Die späteren Konturen sind auf dem Bild schon rausgesägt und die Umlenkrolle mit PE-Kleber in Position geklebt.
    Doubleshot_2.JPG

    Danach habe ich das Spannseil auf die richtige Länge gebracht. Hier das Bild von hinten:
    Doubleshot_3.JPG
    Dabei ist es wichtig die Umlenkrolle noch durch eine lange Schraube zwecks der einwirkenden Kräfte auf die Achse zu fixieren. Ich habe einfach einen M4-Gewindestab auf länge gesäfgt und durch zwei innen angebrachten Muttern befestigt.

    Durch den kürzeren Weg bei der Umlenkung wirken an einigen Punkten an der Double Shot jetz größere Kräfte. Deshalb habe ich die entscheidenden Teile verstärkt.
    1) Umlenkachse (Gewindestab, s.o.)
    2) Spannachse (hier habe ich innen ein kleines 2 mm starkes Alublech eingeklebt/-schraubt)
    Doubleshot_4.JPG

    Zum Schluss habe ich noch mit Modelliermasse den Griff geformt, damit das Teil gut in der Hand liegt:
    Doubleshot_6.JPG
    Gerne hätte ich den Griff noch ein kleines Stück kürzer, aber der Platz ist jetzt schon auf den Milimeter ausgereizt ;)

    FAZIT: Die Doubleshot kann mit etwas größerem Kraftaufwand als vorher durch Abknicken der Läufe gespannt werden und der Umbau ist keine Hexerei! :juggling:

    Jetzt schleife ich die Flinte nur noch ab und werde sie dann in Ruhe anmalen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. April 2011
    elsokko, David Kö, Jefe 2.0 und 14 anderen gefällt das.
  4. Michel

    Michel Erfahrener Benutzer

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  6. Die Double Shot von BuzzBee

    Einleitung

    Ein herrlich blödsinniges Teil: Man klappt die Doppelläufe nach unten ab, und zwar so weit, bis es angsteinflößend laut knackt (keine Sorge, das Geräusch klingt zwar, als würde man den Spannmechanismus zerbrechen, aber es wird von einer kleinen Klinke hervorgerufen, die wie der Klöppel einer Glocke auf eine Plastikwand haut. Nichts weiter als ein akustisches Signal ohne weitere erkennbare Funktion und vermutlich robuster als der Rest der Knarre). Gleichzeitig werden über eine - leider recht deutlich sichtbare - weiße Schnur dank Umlenkrolle im Kolben die beiden Druckzylinder gespannt.

    Dann schiebt man je einen Dart in jeden Lauf. Die Darts müssen allerdings in BuzzBee-Hülsen stecken, bevor man sie einlegt. Man klappt die Läufe wieder hoch (was man auch einhändig durch eine saucoole, ruckartige Bewegung erledigen kann) und kann jetzt beide Darts zusammen, oder durch gefühlvolles Auslösen des Abzugs auch einzeln abfeuern. Die Schussleistung liegt mit der Originalmunition bei 4 bis 6 Metern, was nicht gerade beeindruckend, aber auch nicht allzu peinlich ist. Mit Clip Darts von Nerf ist es etwas mehr.

    Ein Druck auf den Sperrhebel (und sanfter Druck auf die Läufe von oben) lässt den Vorderteil des Gewehrs wieder abknicken, was die leergeschossenen Hülsen aus den Läufen schleudert, die stylisch zu Boden fallen. Ein sinnloser bis nerviger Effekt, aber saucool.

    Am Kolbenende befindet sich unter einer großen, abklappbaren Abdeckung ein Fach, in dem man weitere vier geladene Hülsen aufbewahren kann. Sehr praktisch, aber fürs optische Modden der Waffe auch sehr entlarvend (die meisten optischen Mods verzichten auf das Teil und sorgen für das Aussehen eines "echten" Vollmaterial-Holzkolbens).

    Ein tolles Teil zum kleinen Preis in schreiend bunter Optik. Allzuviel lässt sich technisch leider nicht modden, da der Druckzylinder weitgehend verklebt ist, aber einige Ansätze gibt es doch: Im Netz lassen sich Beispiele finden, bei denen die Hülsen modifiziert werden (Stifte raus, Luftdurchlass aufbohren, verbreiterten Teil der Hülse innen schmaler machen, Hülsen fixieren und so modden, dass sie nicht mehr ausgeworfen werden und von der Rückseite her geladen werden können), die Läufe gekürzt und der Knick-Spannmechanismus zugunsten einer Zugspannvorrichtung entfernt wird - letzteres auch in Verbindung mit einer innigeren Abdichtung des Zylinders mit den Luftauslasslöchern.

    Bonusbild der Innereien vor dem Mod
    DS01_Innenleben.jpg

    Bei meinem Mod wollte ich die grundsätzliche Optik und Technik des Blasters weitgehend unverändert lassen, ein bisschen mehr Reichweite wollte ich aber auch. Als Theaterrequisit ist eine abgesägte Schrotflinte möglicherweise nützlich, also los:

    Läufe kürzen

    Das bringt sofort einen Meter mehr Schussweite - kürzt man sie brutal, sogar zwei, wenn man dem Internet glauben kann (allerdings sieht das dann sehr bescheiden aus). Ich habe die Läufe kurz vor der Schraube abgesägt.

    Dichtigkeit verbessern

    Das hilft wohl immer: Die beiden Dichtungsringe der ovalen Platte vor den Zylindern habe ich abgenommen, zwei, drei Windungen Teflonband um die Stutzen gewickelt und die Ringe wieder aufgesetzt. Danach saß die Platte richtig bombenfest auf den Zylindern, was nur bedeuten kann, dass jetzt viel mehr Luft auch da ankommt, wo sie hin soll: zu den Darts. Offenbar hat das geklappt - die Reichweite hat sich sichtbar erhöht (im Schnitt ein bis zwei Meter weiter). Am besten fliegen die Originale oder die Tag Whistler Darts. Die Abweichungen in der Schussleistung sind nach wie vor drastisch - direkte Zusammenhänge sehe ich da aber nicht, das Thema scheint zu komplex zu sein, siehe unten.

    Öffnungen erweitern

    Die ovale Platte hat kleine Stege in den etwa 3,5 mm breiten Öffnungen (die Platte, die ich meine, ist das orangefarbene Teil ganz oben im "Innereien"-Bild, vor den Zylindern). Ich habe nach dem Rausbohren dieser Stege weder eine Verbesserung, noch eine Verschlechterung der Schussleistung bemerkt.

    Vor dem Zusammenbau dieser Teile das Schmieren (ich nehme Vaseline) nicht vergessen.

    An dieser Stelle eine allgemeine (und unmaßgebliche) Anmerkung: Je kleiner die Öffnung, desto höher die Geschwindigkeit der Luft, die dort hindurchgepresst wird - also muss das Erweitern von irgendwelchen Öffnungen nicht automatisch eine Verbesserung der Schussleistung bedeuten. Manchmal hilft es aber doch, denn bei kleinen Öffnungen gilt wohl: Trotz höherer Geschwindkeit der Luft ist die Menge der durchgepressten Luft geringer, bei höherem Druck steigt außerdem die Gefahr, dass die Luft an Orte ausweicht, wo man sie lieber nicht haben möchte. Dieses komplexe Zusammenspiel macht es äußerst schwer, allgemeingütige Anweisungen zu geben. Mit den Worten des seligen Walter Giller: Es bleibt schwierig.

    Hülsen-Mod
    leider keine Bilder
    Das Entfernen des Stäbchens in den Hülsen hat leider nix gebracht (außer, dass man dadurch jetzt Darts aus Vollmaterial einlegen kann). Einige Anleitungen zu dieser Entfernung der Stäbchen sprechen übrigens von Federn in den Hülsen (wenn das stimmt, muss es sich um eine ältere Variante handeln - in meinen Hülsen sind keine Federn). So bekommt man die Stäbchen am einfachsten raus:
    Ich führe für diesen Mod einen schmalen Schraubenzieher mit möglichst breitem Blatt so von oben in die Hülse ein, dass sein Blatt auf dem Boden der Hülse aufsetzt. Dann mit einem kleinen Hämmerchen kurz und trocken draufklopfen. Eventuell an anderer Stelle noch einmal ansetzen - und der eingeklebte Boden der Hülse fällt raus.
    Danach den Stift direkt am Boden der Hülse absägen, das Loch mit einem passenden Bohrer versäubern.
    Mit Sekundenkleber kann man den Boden wieder in der Hülse fixieren.
    Wie gesagt: hat keine Schussleistung gebracht, aber auch nicht gekostet. Für selbstgebastelte Darts ohne Mittelloch ist dieser Mod natürlich ein Muss.
    Vielleicht sollte ich auch noch mal mit dem Durchmesser des Hülsenlochs experimentieren, wer weiß ...

    Mehr Gewicht
    leider keine Bilder

    Ein wenig mehr Gewicht macht das Teil zwar nicht technisch besser, aber glaubwürdiger, und so sind alleine in den vorderen Teil mit einer großen Menge Heißkleber zwei M12-Gewindestangen eingeklebt. Vorher habe ich geprüft, ob diese nicht unerhebliche Mehrbelastung das Handling unbrauchbar macht - es klappt aber alles noch, auch das stylische Hoch- und Zuflippen des geladenen Gewehrs. Beim Lösen des Entriegelungshebels klappen die Läufe jetzt einfacher runter und geben die Hülsen frei (das könnte man natürlich auch als Nachteil ansehen).
    Im Kolben kann man nicht ohne Weiteres Gewicht unterbringen, da hier fast überall Raum für die Mechanik bleiben muss. Vereinzelte Heißkleberpropfen mit einem Metall- oder Bleistück helfen hier (vorher genau prüfen und überlegen, ob der Raum nicht von der Mechanik benötigt wird!.
    Falls man auf die Klappenmechanik des Kolbens verzichtet, gewinnt man allerdings sehr viel Raum für Zusatzgewichte - ich wollte sie nach langem Hin- und Her dann aber doch behalten, siehe unten.

    Optische Mods
    leider keine Bilder

    Schnur geschwärzt. Damit das verflixte Teil nicht so auffällt.

    Spalt der Läufe mit Sekundenkleber fixiert und zum Teil grob gespachelt. Dadurch sehen die Dinger mehr wie ein massives Teil aus und nicht wie die Plastikhalbschalen, die sie in Wirklichkeit sind.

    Läufe (nach Zusammenbau!) am hinteren Teil der Unterschale mit dieser verklebt - s.o.

    Kleine Macken in solche Teile geschliffen, die später als Metall gelten sollen.

    Auffüllen

    Die komische Nase beim Fingerschutz wurde abgesägt und mit Draht als innere Armierung und Epoxidputty abgerundet. Das verändert die Optik des Teils nicht unerheblich. Ich habe auch Mods gesehen, wo der Schutz komplett abgesägt und durch ein etwas dickeres Stahlblech ersetzt wurde - das sieht zugegebenermaßen noch besser aus.

    DS02_Bügel_weg.jpg

    Fingerschutz, Abzug und Entriegelungshebel mit Epoxidputty (Greenstuff oder Milliput oder ähnliches Zweikomponentenzeuch ausm Baumarkt) aufgefüllt, damit deren Plastikcharakter nicht mehr auffällt. Beim Abzugshebel vorher peinlich darauf geachtet, dass er sich noch locker bewegen kann (er täuscht übrigens einen normalen Abzugshebel vor, der als Hebel über eine Achse bewegt wird, ist in Wahrheit aber "nur" ein Schieber, wie bei fast allen Dartblasterwaffen - was bei Benutzung hier aber nicht auffällt).

    DS03_auffüllen.jpg

    Das Fach im Kolben ist relativ grob mit Epoxyputty aufgefüllt (wie schon gesagt: ich mag diese typischen Plastikstege nicht - nur in seltenen Fällen können die als Gusseisen oder Ähnliches durchgehen). Jetzt soll das so aussehen, als ob man in den Vollholzkolben ein Fach gefräst hätte. So ganz überzeugend ist das nicht, aber es kommt mir ja auch mehr auf die Optik im geschlossenen Zustand an, und die gefällt mir.

    Hülsen optisch

    Wie oben schon gesagt, das Entfernen des Darthaltestiftes hat leistungsmäßig nix gebracht, und optisch stehe ich vor der Wahl, Vollmetallgeschosse zu simulieren oder typische Schrotflintenmunition zu imitieren, die unten eine Metallkappe hat, oben herum aber aus Pappe oder Kunststoff besteht. Ich hab mich noch nicht entschieden ...

    Kolbenfach verändern

    Die Abdeckkappe des Kolbens habe ich auf ihre Grundform reduziert (vor allem das rückseitige, geriffelte Teil abgesägt und das entstandene Loch mit einem Plastikstreifen wieder verschlossen. Außen sind jetzt dünne Kunststoffstreifen aufgeklebt, darauf später mit Heißkleber grobe Löt- bzw. Schweißnähte aufgebracht. Haken an der Sache: Beim Öffnen und Schließen wird Farbe und Grundierung des Kolbens zwangsläufig schnell wieder abgeschliffen, aber damit muss ich leben.

    DS04_Klappe_verändern.jpg

    DS05_Klappe_kleben.jpg

    Bemalung

    Ich habe die Waffe vor dem Grundieren statt mit Schmirgelpapier mit Stahlwolle abgeschliffen (mal sehen, ob das reicht) und in mehreren Sprühdurchgängen grundiert.

    Mit Acrylfarben eingepinselt (zunächst das "Holz" abgeklebt und die Metallteile mehrfach mit "Gun Metal" eingestrichen, diese dann mit verschiedenen Metalltönen und Schwarz trockengebürstet, danach matt lackiert).

    DS07_fertig.jpg

    Nach dem Durchtrocknen umgekehrt abgeklebt und die "Holzteile" entsprechend bemalt. Das Holz sieht ziemlich überzeugend aus - eher besser als auf den Fotos.

    DS06_grundieren.jpg

    Wo ich mehr Material hätte wegnehmen müssen, ist beim Drehgelenk. Die Farbe reibt sich im Nullkommanix wieder ab (man sieht das Gelb durchblitzen).

    DS08_fertig.jpg

    Bis auf die Kappe am Kolben sieht die Wumme relativ neutral aus und kann zu allen möglichen Themen und Zeiten passen - außer vielleicht einem Steinzeit-LARP.

    Unwahrscheinlich, aber: vielleicht kommt das Teil auch 2012/13 bei einem Theaterstück ("Sherlock Holmes") zum Einsatz.

    (war mein zweiter Mod - demnächst vielleicht auch etwas zum ersten - auf jeden Fall bleibt es nicht der letzte)
     
  7. PlopAutsch

    PlopAutsch Guest

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  9. Hallo,

    kurze Anleitung zum Bau einer permanenten rearloading shell, also einer Hülse die nicht ausgeworfen und von hinten beladen wird, für die BuzzBee Doubleshot.

    Ich werde die Anleitung beizeiten noch um Maße ergänzen, aber ich hab jetzt keine Zeit mehr, die Hülse genau zu vermessen.

    Im Grunde ist es ein 16er PVC-Rohr mit einem Tightening Ring welches mit E-Tape umwickelt ist und in einem 20er Kabelkanal steckt. In den 20er Kabelkanal wird dann im hinteren Bereich eine Fläche gefeilt, geschliffen, oder gefräst. Die dadurch entstehende Kante hakt sich in die Kralle der Doubleshot ein, wodurch die Hülse nicht ausgeworfen wird.

    Den 20er Kabelkanal musste ich mit etwas Epoxidknete behandeln, so daß der Durchmesser auf ca 21mm vergrößert wurde. Dies war nötig, damit die Hülse im Patronenlager nicht wackelt und evtl doch an der Kralle vorbeischrammt.

    Hinten dann noch eine Scheibe, bzw. einen Ring aus Moosgummi aufkleben.

    Ich muss anmerken, daß die Doubleshot bereits scheffnd´s Plungerauslasstuning erhielt.

    Klingt jetzt alles etwas grob beschrieben, genaueres seht ihr aber in der Demonstration (sry für die leise Stimme):



    Reichweiten.....ka....bisschen weniger als Elite Ranges hätt ich gesagt.

    hier noch das angekündigte Video zum Einschätzen der Reichweite.


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    Edit am 28.12.14:

    Wie im Chat schon erwähnt habe ich das Design etwas verbessert. Der Schwachpunkt der ersten Version ist die Moosgummidichtung, da diese beim Schliessen des Blasters über Kanten schubbert, und somit nach 50-100 Schüssen kaputt geht.

    Version 2 umgeht dieses Problem zumindest beim Schliessen des Blasters. Die Abnutzung beim Öffnen ist viel harmloser, weil die Dichtung dabei nicht an einer Kante hängen bleiben kann, sondern nur drüber gezogen wird (blöd zu beschreiben).

    Ich habe des Weiteren auf das vergrößern des Außendurchmessers des 20er Kabelkanals verzichtet und die Geometrie der gefeilten Fläche(n) verändert. Und bitte:
    Shell.jpg
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    Arbeitsanleitung:

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    Material
    20er Kabelkanal 56mm lang*
    16er PVC Rohr ca 60,5mm lang
    Heisskleber
    2mm Moosgummi
    E-Tape
    Stück scharf geschliffenes 1/2" Messingrohr
    Bastelmesser
    Dreikantfeile
    Sekundenkleber
    Messchieber (oder Lineal)
    Permanent Marker (dünn)

    *die 56mm stehen hier nicht zum Spass. Ist das Teil länger, kann es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Bruch einer Kralle kommen.

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    Arbeitsfolge
    1. PVC Rohr an zwei Stellen mit E-Tape umwickeln, so daß es satt im Kabelkanal sitzt. Die Wicklungen sollten nicht im Bereich der Rasten sein, weil sonst später das E-Tape auffranst

    2. zwischen die Wicklungen einen Ring aus Sekundenkleber auftragen, und das PVC Rohr zügig so in den Kabelkanal stecken, daß die Rückseiten bündig sind. Ich stelle dazu den Kabelkanal auf ein Stück Blech und schiebe das PVC von oben bis zum Blech ein.

    3. eine Wulst aus Heisskleber in den Spalt zwischen und auf die rückseitigen Stirnflächen aufbringen, und die Shell mit dem Heisskleber nach unten schnell auf ein stück Blech oder ein steinernes Fensterbrett drücken. Somit erhält man eine absolut ebene Fläche

    4. die Heisskleberwulst nun mit einem Bastelmesser so zuschneiden, daß sie bündig mit dem Außendurchmesser des Kabelkanals ist. Ein scharfes Messer ist hier unabdingbar.

    5. mit dem scharfgeschliffenen Stück 1/2" Messingrohr nun die Heisskleberwulst ähnlich wie mit einem Locheisen dem Innendurchmesser des PVC Rohrs angleichen, nur daß nicht gestanzt, sondern durch Drehbewegung geschnitten wird. (Ich hoffe das ist verständlich)

    6. Sekundenkleber auf die Stirnseite des Heisskleberrings auftragen und den Moosgummi mit etwas Druck ankleben.

    7. Schritte 4 und 5 mit dem Moosgummi wiederholen.

    8. Nun mit Messschieber (oder Lineal) und Permanent Marker die Maße 6,5mm und 14mm aus der Zeichnung auf die Shell übertragen.

    9. Mit der Dreikantfeile (oder einem anderen geeigneten Werkzeug) die beiden Rasten in den Kabelkanal feilen. Die Winkel ergeben sich durch richtige Haltung der Feile von alleine. Wer mag, kann die Shell dazu in einen Schraubstock spannen, ich machs freihand.

    10. Die Rasten mit dem Bastelmesser vorsichtig entgraten.

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    Umgang mit der Shell:
    Die Shell wird mit den gefeilten Rasten nach unten in die Doubleshot eingelegt und bis zur ersten Raste eingeschoben. Ein Dart wird von hinten in die Shell eingeführt bis er bündig zu der Stirnseite der Shell positioniert ist. Nun werden Shell und Dart bis zur zweiten Raste in die Doubleshot eingeschoben. Wenn ihr richtig gemessen und gefeilt habt, steht der Moosgummi nun nicht aus dem Lauf heraus.

    Beim Schliessen des Blasters gibt die Kralle die Raste frei, wodurch die Shell mit Federdruck gegen das Blastergehäuse gedrückt wird. Beim Öffnen des Blasters rastet die Shell nun wieder in der ersten Raste ein, und ihr könnt einen neuen Dart einlegen.

    !! Achtung !! Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß die kleinen Schwarzen Krallen durch die höhere Belastung brechen können. Bei mir ist dies passiert, jedoch nicht im normalen Betrieb mit der neuen Shellversion, sondern beim Anpassen und Ermitteln der Maße, da die Kralle die Shell beim Öffnen des Blasters nicht mehr ein kleines Stück nach vorne schieben konnte. (Meine Krallen habe ich mittlerweile durch Aluminiumkrallen ersetzt)

    Nichtsdestotrotz müssen die Krallen im Gegensatz zu den Originalshells etwa die doppelte Vorspannung aufnehmen.

    PS: Wenn ihr mit dem Blaster gerade nicht spielt, nehmt entweder die Shells aus dem Lauf, oder lasst den Lauf geschlossen, damit nicht permanent Kraft auf die Krallen wirkt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. August 2016
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